(System) Aufstellungen -

Kurzer geschichtlicher Hintergrund 

Die (Familien) Aufstellungen finden ihren Ursprung in der Familientherapie von Virginia Satir und in Bewegungen, die in den 1970er-Jahren viel Anklang bei europäischen Therapeuten fand.
Einer dieser Therapeuten war Bernd Hellinger, der zur zentrale Figur in der Arbeit mit Familienaufstellungen wurde. Er begann in den 1980er-Jahren mit der Aufstellungsarbeit in Deutschland.
Gunthard Weber, entwickelte später die Idee, dass es innerhalb von Familien und Systemen, Ordnungsprinzipien gibt.
Vager von Kibéd, entwickelte ein Format, welches sich „systemische Strukturaufstellung“ nennt.  Bei der Strukturaufstellung wird davon ausgegangen, dass keine Systeme sondern nur Strukturen aufgestellt werden können.


Für alle meine Aufstellungen gilt, dass sie entweder auf dem Systembrett oder in Form einer räumlichen Aufstellung ( mit Personen als Stellvertreter) umgesetzt werden!


Aufstellungen- praktisch umgesetzt:

Familien-Aufstellungen 

Themen für eine Familienaufstellung können sein:
Blockaden, Verstrickungen, Konflikte (innerhalb eines Systems) und vieles mehr.


Gemeinsam identifizieren wir die wichtigsten Mitglieder und Themen Ihres Familiensystems.
Sie wählen anschließend Stellvertreter für diese Mitglieder bzw. Themen aus und stellen sie im Raum auf. 
Anschliessend  befrage ich als Aufstellungs-Leiterin die Stellvertreter, bis sich Ideen oder Lösungsmöglichkeiten entwickeln.

Business-Aufstellungen 

Business-Aufstellungen unterstützen Teams und Gruppen bei Konfliktlösungen und sollten ein klares Anliegen/eine klare Zielformulierung mitbringen.

Die ausgewählten Aufstellungs-Elemente werden in fünf Kategorien aufgeteilt :

  1. Akteure ( Menschen, Objekte oder Fiktionen)
  2. Ziele (auch Lösungsvorstellungen oder mögliche Entscheidungsergebnisse)
  3. Ressourcen ( alles was unterstützen könnte)
  4. Hürden ( alles was im Weg steht/ stehen könnte)
  5. Sonstiges ( Entscheidungsalternativen oder andere Strategien die zum Ziel/ Ergebnis führen könnten)


Geschichtliches zur Supervison

Die Supervision findet ihre Anfänge in den USA. Ende des 19. Jahrhunderts, wurden dort 15 Millionen Einwanderer aufgenommen.
Die Arbeitsbedingungen waren katastrophal. Die zyklisch verlaufende Wirtschaftskrise erwirkte eine hohe Arbeitslosigkeit und Armut innerhalb der Arbeiterfamilien.
Charity Organization Societies setzten "friendly visitors" ein.
Diese ehrenamtlichen Helfer, wurden in erster Linie Arbeitern zur Seite gestellt, um die Vergabe von Hilfsmitteln an Bedürftige zu kontrollieren. Das waren die ersten Supervisionen.
Bald wurde die Unterstützung auf psychoziale Aspekte ausgeweitet, um die Arbeiter zu unterstützen aber auch derren Arbeit zu verbessern.
In der BRD stand hierbei früh der Beratungsaspekt im Vordergrund.
1950 wurde erstmals in der deutschen Fachliteratur der Name "Supervision" erwähnt  (Herta Kraus, Hsrg. 1950 Casework in USA, Frankfurt/Main).

Supervisionen - praktisch umgesetzt:

Möglicher Ablauf einer Supervision im Team/Gruppe:

  • Einstieg - Ankommen, in Kontakt kommen, Zielsetzung klären, Erwartungen oder Befürchtungen klären etc.


  • Themenfindung/Problembeschreibung/Zielklärung-Themen aufbereiten, Ideen und Meinungen sammeln, strukturieren, priorisieren, Probleme analysieren etc.


  • Bearbeitung/Interventionen - Themen bearbeiten, Lösungsoptionen entwickeln, Konflikte bearbeiten, Interventionen setzen, Konsequenzen asaptieren, Maßnahmen treffen etc.


  • Auswerten/Abschließen - Auswerten, Feedback geben, (Zusammenarbeit, Verlauf, Ergebnisse) persönlicher und gemeinsamer Nutzen, reflektieren, Praxistransfer sichern, bedanken etc.